Die Chinesische Kräutertherapie

von Dr. med. Andreas Guggisberg und Dr. med. Astrid Bernhard

© Monika Wisniewska - Fotolia.com
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In der chinesischen Apotheke existieren ca 130 000 verschiedene Kräuter und Substanzen, welche zur Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

 

In Europa beschränkt sich die Arzneitherapie auf die Phytotherapie, das heisst die Verwendung pflanzlicher Wirkstoffe. Die Kräuter haben ihre Wirkung bewiesen und sind unbedenklich anzuwenden. Tierische Substanzen (Überbleibsel eines schrecklichen Aberglaubens) sind ethisch nicht vertretbar, aufs schärfste abzulehnen und werden bei uns im Westen nicht verwendet. 

 

Eine neue Tendenz ist auch, dass westliche Kräuter in alten chinesischen Rezepten eingesetzt werden. Dadurch wird garantiert, dass die Kräuter unter ökologischen Bedingungen angepflanzt werden und lange Einfuhrwege und teure Transportkosten vermieden werden.

 

Die Kräutertherapie gilt in China neben der Akupunktur als die wichtigste Behandlungsform in der traditionellen chinesischen Medizin. Dabei werden von dem behandelnden Arzt in der Regel 5 bis 10 manchmal auch mehr Kräuter zu einer individuellen Rezeptur zusammengefasst. Diese können als „Rohkräuter“ verschrieben werden, und werden dann von dem Patient alle 2, 3 Tage als Tee gekocht zubereitet.  Ebenso kann aber auch ein Extraktgranulat oder Tropfen genutzt werden, welche dann in etwas Wasser aufgelöst und getrunken werden können. Der Geschmack ist sehr unterschiedlich und oft unangenehm!


Dabei sind diese Kräuterrezepturen keine harmlosen Teemischungen sondern hochpotente Arzneimittel.


Die von uns verschriebenen Kräuter werden nur von Spezialapotheken  (Lian Herb AG Wollerau, Bollwerkapotheke Bern) vertrieben. Dadurch wird sichergestellt, dass die Drogen eine sehr gute Qualität haben und auf Schwermetalle, Schimmelpilze oder Pestizide sorgfältig geprüft worden sind.


Von den Apotheken erhalten Sie ebenfalls eine schriftliche Kochanleitung und die genauen Einnahmevorschriften nach den Angaben der Verordnung.


Aufgrund des Artenschutzgesetzes wird auf bedenkliche tierische Bestandteile in der Verschreibung verzichtet. In der Regel handelt es sich um rein pflanzliche und oder mineralische Drogen. Sollten sich tierische Bestandteile in der Rezeptur befinden, werden Sie darüber  immer speziell in Kenntnis gesetzt.


Die Dauer der Einnahme des Tees kann von eins, zwei  Wochen bis mehreren Monaten notwendig sein, und wird dem jeweiligen Genesungsverlauf auch immer wieder entsprechend angepasst.


Die chinesische Kräutertherapie kann mit Akupunktur oder Schröpftherapie als auch mit auf Sie abgestimmten Ernährungsempfehlungen nach chinesischer Betrachtungsweise sinnvoll kombiniert werden.


Sowohl die Verschreibung der Kräuter durch Ihren Arzt als auch die Kosten für die Kräuter  sind bisher  (Stand 2012) nur mit einer Zusatzversicherung für  Komplementärmedizin abgedeckt. Bitte prüfen Sie vor der Behandlung ihre Versicherungsbedingungen diesbezüglich .


Für weitere Fragen oder eine Beratung zu einer Behandlung mit den sehr wirksamen Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

© by Astrid Bernhard
© by Astrid Bernhard

Praxis für Gynäkologie (Frauenarzt)

sowie Akupunktur und Chinesische Medizin (TCM)

Dr. med. Andreas Guggisberg

Thunstrasse 99

3006 Bern