Lexikon gynäkologischer Fachbegriffe

 

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Begriffe aus der Frauenarztpraxis alphabetisch geordnet:

 

Abbruchblutung


Blutung aus dem Endometrium nach dem Absetzten von Hormon-Medikamenten (Östrogen oder Gestagen).

 

Abdomen


Lateinischer Begriff für Bauch.

 

Abort


Beendigung der Schwangerschaft (Ausstossung des Fötus) innerhalb der ersten 7 Monaten, wenn das Kind noch nicht lebensfähig ist.

 

Abrasio


Ausschabung der Gebärmutterhöhle zur Diagnose einer Blutungsstörung oder nach einem Abort.

 

Abstinenz/Enthaltsamkeit


Sich dafür entscheiden, keinen Geschlechtsverkehr zu haben. Im Zusammenhang mit Verhütung bedeutet Abstinenz aber meistens nur die Vermeidung der Penetration, also der Einführung des Penis in die Scheide.

 

Abstrich


Entnahme kleinster Gewebeteile z.B. zur Entdeckung von Infektionen oder Krankheiten.

 

Adenom


Gutartige Geschwulst, z.B. in der Brust (Mamma) oder Gebärmutter (Uterus).

 

Adnektomie


Operative Entfernung der Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuben).

 

Adnexe


Mit der Gebärmutter verbundene Teile des weiblichen Geschlechtsorganes: die Eierstöcke (Ovarien) und die Eileiter (Tuben).

 

Adnexitis


Entzündung der Eierstöcke (Ovarien) und / oder der Eileiter (Tuben).

 

Amenorrhoe


Ausbleiben der monatlichen Blutung (Menstruation) bei der geschlechtsreifen Frau. Bei vorher normalem Regelverlauf ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.

 

Amnioskopie


Bei gefährdetem Fötus in der Spätschwangerschaft wird durch ein Instrument die Farbe des Fruchtwassers untersucht. Bestimmte Verfärbungen deuten auf Risiken für das Kind hin.

 

Anämie


Blutarmut, genauer ein zu niedriger Anteil der roten Blutkörperchen. Meist ist es Eisenmangel, der durch Blutungen oder in der Schwangerschaft auch durch andere Erkrankungen entstehen kann.

 

Anamnese


Die Vorgeschichte des Kranken, der bisherige Verlauf und das Auftreten von Krankheiten in der Familie, sind ein wichtiger Bestandteil einer ersten Untersuchung in der Praxis.

 

Androgene

 

Androgene sind Hormone wie das Testosteron, die für die charakteristischen männlichen Merkmale verantwortlich sind. Auch Frauen produzieren geringe Mengen Androgene.

 

Antikonzeptiva

 

Bezeichnet alle Verhütungsmittel, egal wie wirksam. Nähere Infos siehe "Verhütung".

 

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Bartholinitis


Entzündung einer kleinen Drüsen bzw. deren Ausführungsgang, die sich an den Schamlippen befinden. Die Entzündung zeigt sich durch Schwellung und Druckschmerz, selten mit Fieber verbunden.

 

Basaltemperatur


Temperaturmessungen jeden Morgen vor dem Aufstehen. Mit der Temperaturkurve können die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage ermittelt werden. Sie dient dem Arzt auch als diagnostisches Hilfsmittel. Die Temperatur wird nach dem Eisprung vom körpereigenene Hormon Progesteron beeinflusst.

 

Befruchtung


Der Prozess, bei dem ein männliches Spermium (Samenzelle) in eine weibliche Eizelle eindringt und sich mit ihr vereinigt. Die Befruchtung findet normalerweise im Eileiter der Frau statt. Eine befruchtete Eizelle nistet sich ungefähr fünf bis sieben Tage nach der Befruchtung in der Gebärmutterschleimhaut ein.

 

Benigne


Benigne heisst gutartig. Von einer benignen Erkrankung spricht man, wenn das Gewebe im Moment der Untersuchung gutartig ist, also keine Kriterien von Bösartigkeit aufweist.

 

Biopsie


Entnahme von Gewebeteilen des Körpers durch verschiedene Methoden zu diagnostischen Zwecken.

 

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Carzinom


Krebs, bösartige Geschwulst in den verschiedenen Organen des Körpers.

 

Cervix


Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen Gebärmutter (Uterus) und der Scheide (Vagina), dessen untere Engstelle den äusseren Muttermund bildet.

 

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Damm


Man unterscheidet zwischen dem vorderen Damm (der Gegend zwischen After und äusseren Geschlechtsteilen) und dem hineren Damm (zwischen After und Steissbein).

 

Diagnose


Erkennen und benennen einer Krankheit. Um eine Diagnose stellen zu können, ist meist eine genaue Untersuchung erforderlich.

 

Dysmenorrhoe


Schmerzen während der Regelblutung (Menstruation). Wenn sie auftreten, ist eine Untersuchung beim Frauenarzt ratsam.

 

Dystokie


Gestörter Geburtsverlauf, z.B. durch organische Ursachen.

 

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Eierstöcke


Die Organe, in denen sich die weiblichen Eizellen befinden, in denen diese heranreifen und sie schließlich freisetzen (Eisprung) . Die Eierstöcke sind auch die Hauptquelle der weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen. Nach den Wechseljahren wird die Hormonproduktion vermindert, Eizellen werden nicht mehr freigesetzt und die Eierstöcke werden kleiner.

 

Einnistung


Prozess, bei dem sich eine befruchtete Eizelle mit der Gebärmutterschleimhaut verbindet ("verwächst"). Die Einnistung passiert etwa fünf bis sieben Tage nach der Befruchtung.

 

Eisprung


Die Freisetzung einer Eizelle (Ovum) aus den Eierstöcken während des Menstruationszyklus. Der Eisprung findet normalerweise um die Mitte des Monatszyklus herum statt, also ca. 14 Tage vor Beginn der Periode. Eine Befruchtung ist am wahrscheinlichsten, wenn der Geschlechtsverkehr um den Tag des Eisprunges stattfindet.

 

Embryo


Bezeichnung der Leibesfrucht während der Zeit der Organentwicklung, das sind die ersten 3 Monate der Schwangerschaft.

 

Emesis


Erbrechen, das besonders häufig in der Schwangerschaft während der ersten 4 Monate auftritt.

 

Empfängnisverhütende Mittel


Sammelbezeichnung für alle Methoden und Techniken zur Schwangerschaftsverhütung. Diese verhindern das Heranreifen von befruchtungsfähigen Eizellen, deren Befruchtung durch männliche Samenzellen oder die Einnistung in die Schleimhaut der Gebärmutter. Beispiele für empfängnisverhütende Methoden sind Antibabypillen, Spiralen, Kondome oder Hormon-Implantate. Alle funktionieren auf eine andere Art, um Schwangerschaften zu verhindern. Alle empfängnisverhütenden Methoden und Techniken haben ihre Vor- und Nachteile. Mehr Informationen siehe Seite "Verhütung".

 

Endometriose


Die Schleimhaut der Gebärmutter hat sich ausserhalb des normalen Bereiches, inner- oder ausserhalb der Gebärmutter angesiedelt. Dabei können Schmerzen, erschwerte Stuhlentleerung und Blasenfunktionsstörungen auftreten. Die Behandlung wird oft mit Gestagen-Präparaten durchgeführt.

 

Endometritis


Die Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zeigt sich in leichteren fällen nur durch Schmierblutungen. In schwereren Fällen treten Fieber, Schmerzen im Unterleib, Vereiterung und Übelkeit auf.

 

Endometrium


Die Gebärmutterschleimhaut. Sie hat eine wichtige Funktion für die Befruchtung. Zu Beginn eines Monats-Zyklus wird die Schleimhaut immer dicker und bereitet sich damit auf eine Empfängnis vor. Erfolgt keine Einnistung einer Eizelle im Endometrium, werden wird die gesamte Schleimhaut mit der Regelblutung abgestossen.

 

Endoskopie


"Knopflochchirurgie" Optische Untersuchung von Körperinnenräumen, z.B. der Blase oder des Magen-Darm-Kanals durch röhrenähnliche Instrumente. Heute wird die Endoskopie für alle möglichen Operationen einer offenen Bauchoperation vorgezogen, da die Erholungszeit und die Wundheilung bei der Knopflochmethode kürzer und angenehmer ausfällt.

 

Episiotomie

 

Der Dammschnitt wird zur Erleichterung und Beschleunigung der Geburt und zur Vermeidung eines möglichen Damm-Risses vorgenommen.

 

Extrauteringravidität


Ein befruchtetes Ei nistet sich ausserhalb der Gebärmutter ein, z.B. in einem Eileiter (Tube), in der Bauchhöhle, auf einem Eierstock (Ovarium) oder im Gebärmutterhals (Cervix). Auch bei leichteren Schmerzen im Unterleib und kleinen Blutungen in den ersten Schwangerschaftsmonaten sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

 

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Fetus


siehe Fötus

 

Fluor


"Ausfluss" Absonderungen (keine Blutungen) aus der Scheide (Vagina) oder den äusseren Geschlechtsteilen, die verschiedene Ursachen haben können.

 

Fötus


Bezeichnung der Leibesfrucht nach Abschluss der Organentwicklung nach dem 3. Schwangerschaftsmonat bis zur Geburt (vergl. Embryo).

 

Follikel


Die Eizelle mit der sie umgebenden Zellschicht in den Eierstöcken (Ovarien).

 

Fundusstand


Obere Begrenzung der Gebärmutter während der Schwanderschaft. Sie lässt Rückschlüsse auf den Geburtstermin zu.

 

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Gebärmutterhals


Der untere Teil der Gebärmutter, der in den oberen Teil der Vagina hineinreicht. Es gibt eine kleine Öffnung in der Mitte des Gebärmutterhalses, die die Vagina mit der Gebärmutter verbindet. Für einen Abstrich (zur Krebsfrüherkennung) werden Zellen aus dem Gebärmutterhals entnommen. Die Spermien bewegen sich durch die Öffnung im Gebärmutterhals, um die Gebärmutter und den Eileiter zu erreichen und eine Eizelle zu befruchten. Der Gebärmutterhals ist sehr elastisch und die Öffnung weitet sich während der Wehen, damit das Baby hindurch gelangen kann.

 

Gestagen


Weibliche Sexualhormone, die vor allem in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus aus den Eierstöcken ausgeschüttet werden und für die Vorbereitung und Erhaltung einer Schwangerschaft wichtig sind. Das wichtigste Gestagen ist das Progesteron. Es wird vom Gelbkörper produziert und unterstützt in der Frühschwangerschaft die Einnistung und das Wachstum des Embryos. Im Laufe der Schwangerschaft ersetzt die Plazenta die Hormonproduktion des Gelbkörpers vollständig. Synthetisches Gestagen wird auch zur Behandlung von Zyklusstörungen und zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Die Wirkungen von Gestagenen entstehen überwiegend aufgrund des Zusammenspiels mit Östrogenen.

 

Gestosen


Erkrankungen, die durch die Schwangerschaft verursacht werden, z.B. Erbrechen (Emesis), Bluthochdruck oder Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme).

 

Gravidität


Schwangerschaft, der Zeitraum von der Befruchtung bis zur Geburt.

 

Gynäkologie


Das Wort Gynäkologie setzt sich wie folgt zusammen: aus dem Griechischen gyne = Frau, logos = Lehre. Somit ist die Gynäkologie die Lehre von der Frauenheilkunde bzw. den Krankheiten der weiblichen Sexual- und Fortpflanzungsorgane. Das entsprechende Fachgebiet für männliche Patienten ist die Urologie .

 

Im engeren Sinne befasst sich die Gynäkologie mit den Erkrankungen der nicht schwangeren Frau im Gegensatz zur Geburtshilfe . Die Frauenheilkunde ist eines von etwa 30 Teilgebieten der Humanmedizin . Die Facharzt - Ausbildung erfolgt meist gemeinsam mit der Geburtshilfe.

Untersuchungsmethoden der Gynäkologie sind Ultraschall (siehe Sonografie) zur Abbildung der inneren Organe (vor allem der Gebärmutter ), sowie die Tastuntersuchung (Eierstöcke) und visuelle Begutachtung mittels Spekulum zur Untersuchung von Scheide und Muttermund , wobei Gewebeproben (Knipsbiopsie) und Zellen von der Schleimhautoberfläche (Abstrich) zur Untersuchung entnommen werden können . Zu den Aufgaben der Gynäkologie gehört auch die Untersuchung der weiblichen Brust (Vorsorgemedizin; siehe auch Mammografie). Viele Gynäkologen und Gynäkologinnen sind auch operativ tätig.

 

Ein weiteres Tätigkeitsfeld der Gynäkologie ist die Fortpflanzungsmedizin .

 

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Hb-Wert


Hämoglobin-Gehalt des Blutes, d.h. Anteil der roten Blutkörperchen, die wichtige funktionen im Blut erfüllen, z.B. den Sauerstofftransport.

 

Herpes

 

Hormone


Chemische Signalstoffe, die über das Blut Informationen von Organ zu Organ, von Organ zu Zelle oder von Zelle zu Zelle übertragen. Hormone werden in Drüsen gebildet. Das weibliche Fortpflanzungssystem wird bestimmt von den zwei wichtigsten weiblichen Hormonen Östrogen und Gestagen. Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon, es kommt aber auch bei Frauen vor.

 

HPV


Humane Papilloma-Viren. Siehe Papilloma-Viren.

 

Hyperämie


Blutüberfülle eines Organs oder einer Ader, z.B. bei Durchblutungsstörungen in benachbarten Adern.

 

Hypertonie


Zu hoher Blutdruck, der unbehandelt auf Dauer zu Schäden an Nieren, Herz und Gehirn führt.

Hypoplasie


Unterentwicklung eines Organs, z.B. der Gebärmutter (Uterus).

 

Hypotonie


Niedriger Blutdruck, der zwar zu mehr oder weniger starken Beschwerden führen kann, jedoch im Vergleich zu hohem Blutdruck (Hypertonie) normalerweise keine gravierenden Folgen hat.

 

Hysterektomie

 

Als Hysterektomie bezeichnet man die operative Entfernung der Gebärmutter.

 

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Implantation


Einpflanzung von fremdteilen in den Körper. In Bezug auf die Schwangerschaft bedeutet Implantation die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleilmhaut (Endometrium).

 

Infiltration


Eindringen von z.V. Entzündungszellen oder Flässigkeiten in des Gewebe.

 

Intrauterinpessar


Auch Spirale. Ein flexibles Gebilde, das in die Gebärmutterhöhle eingesetzt wird. Spiralen funktionieren auf verschiedene Art, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Sie bestehen meist aus Kunststoff. Manche Spiralen setzen kleine Mengen Kupfer oder Silber, andere die Hormone Gestagen oder Levonorgestrel frei.

 

Intravaginal


Innerhalb der Scheide (Vagina).

 

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Klimakterium


Die Wechseljahre zeigen das Ende der Gebärfähigkeiten an, sie treten zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr ein. Die Produktion der Geschlechthormone Östrogen und Progesteron wird langsam eingestellt.

 

Kolon


Erster und längster Abschnitt des Dickdarms. durch rhytmische Bewegungen wird der Darminhalt vermischt und in Richtung After transportiert. Verkrampfungen führen oft zu Beschwerden, dem Reizdarm.

 

Kolpitis


Entzündung der Scheide bzw. der Scheidenhaut. Sie macht sich bemerkbar durch Ausfluss, brennende Schmerzen und Jucken.

 

Kolposkopie


Mit einem lupenartigen Gerät können die Scheide (Vagina) und ein Teil des Gebärmutterhalses (Cervix) zur Erkennung von krankhaften Veränderungen untersucht werden.

 

Konzeption


Befruchtung, Vereinigung von Ei- und Samenzelle

 

Kürettage


Siehe Abrasio

 

Laktation


Produktion der Milch in den weiblichen Brustdrüsen nach der Geurt.

 

Laparoskopie


Besichtigung der Bauchhöhle mit einem Instrument (s. Endoskopie).

 

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Mamilla


Warze der weiblichen Brust

 

Mamma


Die weibliche Brust ist eine Milchdrüse, die während der Stillzeit (Laktation) Milch produziert. Jede Frau sollte regelmässig die Brust (und die Achselhöhle) nach Knötchen, Einzügen, Verhärtungen und anderen Veränderungen abtasten.

 

Mammographie


Spezielle Röntgenaufnahme der weiblichen Brust. Sie dient hauptsächlich der Krebsfrüherkennung.

 

Mastektomie


Operative Entfernung der weiblichen Brust.

 

Mastitis


Entzündung der Brustdrüse. In den ersten Tagen nach der Entbindung ist die Gefahr der Mastitis bei stillenden Müttern besonders gross. Die ersten Zeichen sind Schmerzen in der Brust, Rötungen und Fieber.

 

Mastopathie


Veränderung des Drüsengewebes der Brust. Dabei lassen sich oft Knoten ertasten, die aber meist gutartig sind. Als Ursache wird ein Hormonungleichgewicht vermutet: zu viel Östrogen, zu wenig Gestagen.

 

Menarche

 

 

Die erste Regelblutung (Menstruation), mit der die Gechlechtsreife beginnt. Sie tritt meist zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr auf.

 

Menopause


Die letzte Regelblutung, mit der die Geschlechtsreife endet.

 

Menses


Siehe Menstruation

 

Menstruation


Die monatliche Blutung innerhalb des Zyklus dauert durchschnittlich 4 Tage. Sie findet mit Ausnahme der Schwangerschaft von der Menarche bis zur Menopause statt. Bei vielen Frauen sind diese Tage und die Tage davor mit Beschwerden (Dysmenorrhoe, Prämenstruelles Syndrom) verbunden, die aber heute erfolgreich behandelt werden können.

 

Metastase


Bösartige Tochtergeschwulst, die sich an anderer Stelle angesiedelt hat.

 

Multipara


Eine Frau, die mehr 1 Kind geboren hat (Mehrfachgebährende), siehe Nullipara und Primipara.

 

Mykose


Erkrankung der Haut, die durch Pilze hervergerufen wird. Die Fusspilzerkrankung zum Beispiel wird sehr häufig in öffentlichen Bädern, Turnhallen oder Duschräumen übertragen. Sie beginnt zwischen den Zehen mit Bläschen, die juken, vereitern uns sich dann verbreiten. Eine Verschleppung oder Streuung ist auch häuffig vaginal möglich.

 

Myom


Gutartige Geschwulst des Muskelgewebes, z.B. der Gebärmutter (Uterus), die sich durch verstärkte und verkängerte Regelblutung (Menstruation) zeigen kann.

 

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Nausea


Übelkeit, die häufig während der Schwangerschaft beim morgentlichen Aufstehen auftritt und mit Emesis (Erbrechen) einhergehen kann. Die Übelkeit verschwindet meist nach dem 3. oder 4. Schwangerschaftsmonat.

 

Nidation


Siehe Implantation.

 

Notfallverhütung


Alle Methoden zur Schwangerschaftsverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr. Zu den empfängnisverhütenden Mitteln gehören Notfallverhütungspillen (vielen bekannt als "Die Pille danach"), der Einsatz einer Spirale nach dem Geschlechtsverkehr oder höher dosierte normale Antibabypillen (die zur Notfallverhütung geeignet sind). Obwohl diese Behandlung im allgemeinen als "am-Morgen-danach-Behandlung" bezeichnet wird, ist der Ausdruck irreführend; Notfallverhütung kann sofort nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr, am Morgen danach und für einen kurzen Zeitraum danach angewandt werden (maximal aber 72 Stunden). Für den Rest des Zyklus muss auf Sex verzichtet oder eine zusätzliche Verhütungsmethode (z.B. Kondome) benutzt werden.

 

Notfallverhütungspillen


Diese Pillen bestehen aus den gleichen Hormonen wie Antibabypillen, aber in höherer Dosierung. Wenn die Einnahme vorschriftsmäßig innerhalb von 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgt, so verhütet diese Methode eine Schwangerschaft, indem sie den Prozess der Befruchtung unterbricht und/oder es einer befruchteten Eizelle unmöglich macht, sich in der Gebärmutter einzunisten. Wir beziehen uns nur auf Notfallverhütungspillen, die wie normale Kombinations-Antibabypillen sowohl Östrogen als auch Gestagene enthalten, oder wie die Minipillen nur Gestagene.

 

Nullipara


Eine Frau, die noch keine Kinder geboren hat, siehe auch Multipara und Primipara.

 

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o.B.


Ohne Besonderheiten. Feststellung nach einer Untersuchung, dass keine erkennbare Erkrankung vorliegt.

 

Ödem


Wasseransammlung im Gewebe. Während der Schwangerschaft können vermehrt Ödeme entstehen.

 

Onkologie


Östrogene


Die wichtigste Gruppe weiblicher Sexualhormone. Östrogene werden auf natürliche Weise von der Frau produziert (hauptsächlich in den Eierstöcken, aber auch in der Nebennierenrinde oder dem Fettgewebe) oder können künstlich hergestellt werden. Auch Männer produzieren Östrogen, so wie Frauen auch Androgene (Testosteron) produzieren. Zu den natürlichen Funktionen gehört: Östrogene regen das Wachstum der weiblichen Sexualorgane und die Ausbildung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale an. Sie steuern den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut nach der Menstruation und schaffen damit die Voraussetzung für die Einnistung der befruchteten Eizelle (Menstruationszyklus) . Sie sind an der Regulation des Eiweißaufbaus beteiligt und steigern die Libido.

 

Ovarien


Die Eierstöcke, in denen die weiblchen Geschlechtshormonegebildet werden, hauptsächlich die Östrogene und die Gestagene.

 

Ovulation


Eisprung, etwa in der Hälfte des Zyklus stattfindet. Ein reifes Eibläschen platzen und daraus wird das Gelbkörperhormon Progesteron gebildet.

 

Ovum


Das reife Ei, das nadch dem Eisprung (Ovulation) innerhalb von 3 bis 4 Tagen von den Eierstöcken (Ovarien) über die Eileiter (Tuben) zur Gebärmutter (Uterus) gelangt. Bis etwa zu diesem Zeitpunkt besteht noch die Möglcihkeit der Befruchtung.

 

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Palliativ

 

Palliativmedizin als medizinisch lindernde Behandlung unheilbar Schwerstkranker . Nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation ist Palliativmedizin beschränkt auf „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt. Primäre Zielsetzung ist die Lebensqualitätserhaltung bzw. -steigerung im finalen Krankheitsstadium.

Palpation


Untersuchung eines Organs durch Tasten, z.B. die weibliche Brust nach Knotenbildung abtasten.

 

Papilloma-Viren

 

Papillomaviren oder Humane Papillomviren bilden eine Gruppe von DNA-Viren. Es gibt über 100 verschiedene Typen von humanen Papillomaviren. Nicht alle Typen sind gleich gefährlich. Die HP-Viren 16 und 18 sind für 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebse verantwortlich. Andere Typen von HP-Viren können zu Genitalwarzen führen.

 

Perineum


Siehe Damm.

 

Periode


Siehe Menstruation und Zyklus.

 

Peritonitis


Bauchfellentzündung, die z.B. nach einer Verletzung oder auch nach einer Operation entstehen kann.

 

Plasma


Flüssiger Bestandteil des Blutes.

 

Plazenta


Mutterkuchen, ein Organ, das für die Schwangerschaft aufgebaut wird. Durch die Nabelschnur ernährt der Mutterkuchen die Frucht und produziert schwangerschafserhaltende Hormone.

 

Portio


Unterer Teil des Gebärmutterhalses (Cervix), der den Muttermund bildet.

 

Postkoital


Lat. nach (post) dem Geschlechtsverkehr (Koitus) . Im Rahmen dieser Internetseite bezieht sich der Ausdruck "postkoital" auf die Zeit im Anschluss an heterosexuellen Vaginalverkehr.

 

Präkanzerose


Unter einer Präkanzerose versteht man in der Medizin eine Gewebsveränderung, die mit einem statistisch erhöhten Risiko für eine bösartige (maligne) Entartung einhergeht.

 

Prämenstruelles Syndrom


Beschwerden, die einige Tage vor der monatlichen Blutung (Menstruation) beginnt und meist mit dem Einsetzen der Blutung verschwinden. Der Zusammenhang der verschiedenen Beschwerden (Kopf-, Rücken- und Brustschmerzen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit) mit dem Zyklus lässt sich durch Aufzeichnungen der Patientin ermitteln. Oft ist ein Mangel des Hormons Progesteron dafür verantwortlich.

 

Primipara


Eine Frau, die vor der ersten Geburt steht (siehe Multipara und Nullipara).

 

Progesteron


Das wichtigste der natürlichen Gestagene. Ein Hormon, das für die Veränderungen in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus verantwortlich ist. Diese Veränderungen bereiten die Gebärmutter auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Während der Schwangerschaft führt das Progesteron zu der Entwicklung der Plazenta und zu Veränderungen in der Brust, die die Produktion von Muttermilch ermöglichen.

 

Prolaps


Vorfall, Heraustreten eines Organs. z.B. Senkung der Gebärmutter (Uterus) oder Hervortreten der Scheide (Vagina).

 

Prophylaxe


Verhütung von Krankheiten durch vorbeugende Massnahmen.

 

Pruritus vulvae


Jucken am Scheideneingang, das sehr viele verschiedene Ursachen haben kann, z.B. Unverträglichkeit von Waschmitteln, Deodoranten oder auch Östrogen-Mangel.

 

Pubertät


Zeit der geschlechtlichen Reifung eines jungen Menschen, die bei Mädchen etwa zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr stattfindet.

 

Punktion


Einstich in ein Organ, um Flüssigkeiten zu entnehmen. Die Punktion dient meist der Diagnose.

 

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Rektozele


Lageveränderung der hinteren Scheidenwand, die zu einer Einengung des Mastdarms und damit zur Behinderung des Stuhlgangs führen kann.

 

Retroflexio uteri


Abknickung der Gebärmutter (Uterus) nach hinten, die aber nicht immer zu Beschwerden führt. Ursachen können Unterleibsentzündungen nach einer Geburt, Fehlgeburten oder eine Endometriose sein.

 

Rezidiv


Rückfall, Wiederauftreten einer Erkrankung nach der Behandlung.

 

Salpingektomie


Operative entfernung eines Eileiters (Tube).

 

Salpingitis


Entzündung eines Eileiters (Tube), manchmal als Folge einer Entzündung der Gebärmutter (Endometritis). Die Erkrankung zeigt sich durch Ausfluss, zeitweise Schmerzen im Unterleib und Fieber.

 

Schwangerschaft


Zustand, nachdem sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einer Frau eingenistet hat. Eine Schwangerschaft erfolgt etwa fünf bis sieben Tage nach der Befruchtung einer Eizelle mit Sperma.

 

Schwangerschaftsabbruch


Auch Abort/Abtreibung. Bei einem Schwangerschaftsabbruch (Abort) wird der sich entwickelnde Embryo aus der Gebärmutter entfernt. Aborte passieren zumeist auf völlig natürlichem Weg und werden dann Fehlgeburten genannt, z.B. weil der Fötus schwere Erbgutschäden hat. Eingeleitete Abbrüche sind freiwillige Schwangerschaftsabbrüche, die bei uns seit der Liberalisierung des Abtreibungsrechtes fast nur noch von Ärztinnen/Ärzten durchgeführt werden.

 

Sectio caesarea


Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation, bei der die Bauchdecke und Gebärmutter (Uterus) geöffnet werden, um das Kind auf diesem Weg zu entbinden.

 

Senologie

 

Die Senologie ist die Lehre der weiblichen Brust.


Sonographie


Ultraschalldiagnostik. Untersuchung mit einem technischen Gerät. Z.B. in der Schwangerschaftsüberwachung ermöglicht es die Lage, Grösse und innere Organe des Kindes darzustellen. Im Verlauf kann man Wachstum und Bewegungsvermögen beobachten.

 

Soor


Pilzerkrankung (siehe auch Mykosen), die häufig bei Schwangeren und Zuckerkranken auftritt. Sie zeigt sich durch wässrigen, dünnen Ausfluss (Fluor) und kann mit Jucken am Scheideneinegang (Pruritus vulvae) verbunden sein.

 

Spekulum


Imstrument, das zur Untersuchung in natürliche Öffnungen des Körpers eingeführt wird.

 

Spirale


Auch Intrauterinpessar. Ein flexibles Gebilde, das in die Gebärmutterhöhle eingesetzt wird. Spiralen funktionieren auf verschiedene Art, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Sie bestehen meist aus Kunststoff. Manche Spiralen setzen kleine Mengen Kupfer oder Silber, andere die Hormone Gestagen oder Levonorgestrel frei.

 

Sterilisation


Operation zur Empfängnisverhütung. Mit einer Druchtrennung oder Entfernung eines Teils des Eileiters (Tube) wird die Frau unfruchtbar.

 

Stria


Streifen in der Haut, meistens am Bauch, an den Hüften und den Brüsten. Ursache ist eine Schädigung der elastischen Fasern des Gewebes, z.B. durch die Schwangerschaft oder Gewichtsschwankungen.

 

Symphyse


Knorpelhaltige Knochenverbindung der beiden Hüftbeine, die sich bei zu engem Becken bei der Geburt lockern kann.

 

Symptom


Zeichen einer Krankheit, z.B. Schmerzen oder Fieber. Von einer symptomatischen Behandlung spricht man, wenn Massnahmen nur gegen die Zeichen der Krankheit gerichtet werden können - beispielsweise schmerzstillende Medikamente -, nicht gegen die Ursachen der Schmerzen.

 

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Tokolyse


Wehenhemmung. Verhinderung zu früher oder zu starker Wehen, um eine Frühgeburt zu vermeiden.

 

Toxoplasmose


Infektion, die durch rohes Fleisch (Tatar) oder dem Umgang mit Tieren verursacht wird. Die meisten Erwachsenen haben eine solche Infektion bereits unbemerkt überstanden und sind dann vor einer Neuinfektion gesschützt. Gefährlich ist die Infektion jedoch für das ungeborene Kind bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft. Schwangeren ist vom Verzehr rohen Fleisches abzuraten.

 

Transplantation


Übertragung von Körperteilen, Organen oder Geweben, von einem auf ein auf ein anderes Lebewesen.

 

Trichomoniasis vaginalis


Infektion der Scheide (Vagina) oder der Blase mit Trichomonaden. Die ersten Symptome sind dünnflüssiger, gelblicher Ausfluss, jucken und brennen. In späteren Stadien besteht nur noch geringer Ausfluss. Wegen der Ansteckungsgefahr wird der Partner gleichzeitig mitbehandelt.

 

Tubergravidität


Eileiterschwangerschaft. Verschiedene Ursachen können dazu führen, dass der Eitransportmechanismus versagt und das Ei nicht die Gebärmutter erricht, sondern in den Eileitern stecken bleibt. Bei Unterleibsschmerzen, den ersten Zeichen, die allerdings auch ganz andere Ursachen haben können, ist immer sofort ein Arzt aufzusuchen. Siehe auch Extrauteringravidität.

 

Tube


Eileiter, der das Ei vom Eierstock (Ovarium) zur Gebärmutter (Uterus) transportiert.

 

Tubus


Ein rohrähnliches Instrument, mit dem die Luftwege für die Beatmung offen gehalten wird.

 

Tumor


Geschwulst, übermässiges Gewebewachstum an bestimmten Körperteilen.

 

Ungeschützter Geschlechtsverkehr


Sexueller Verkehr, bei dem kein Schutz vor einer - ungeplanten oder ungewollten - Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Krankheiten gegeben ist, also keinerlei Verhütungsmaßnahme verwendet werden.

 

Unterleibsentzündung


Eine Infektion des oberen weiblichen Genitaltraktes. Sie kann durch sexuell übertragbare Krankheiten wie eine Chlamydieninfektion oder Gonorrhö verursacht werden. Dadurch kann es zu bleibender Vernarbung oder Blockierung der Eileiter kommen und damit zu Unfruchtbarkeit oder zu einer Eileiter-Schwangerschaft (Schwangerschaft, die sich im Eileiter anstatt der Gebärmutter entwickelt). Eine Spirale erhöht leicht das Risiko von Unterleibsentzündungen.

 

Urinstatus


Ergebnisse der Harnuntersuchung, die dem Arzt wichtige Hinweise zur Diagnose geben können.

Uterus


Die Gebärmutter, ein kleiner hohler Körper im Becken, in dem das Kind bis zur Geburt wächst. In dieser Zeit dehnt sich die Gebärmutter bis auf das Hundertfache der urspränglichen Grösse aus.

 

Uterusblutung


Blutung aus der Gebärmutter ausserhalb der normalen Regelblutung (Menstruation). Diese Blutungen sollten immmer Anlass sein, einen Arzt aufzusuchen.

 

Uterusruptur


Riss in der Gebärmutter, der durch die Wehen oder den Geburtsvorgang verursacht werden kann.

 

Vaginitis


Siehe Kolpitits

 

Varikosis


Krampfadern, erweiterte geschlängelte Venen, meistens in den Beinen. Die Bildung von Krampfadern kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Sie werden aber meist verstärkt durch langes Stehen und Sitzen. Wichtig für Krampfader-Patienten ist die Regel: Liegen (mit hochgelagerten Beinen) und Laufen.

 

Virgo


Jungfrau. Jungfrauenhäutchen (Hymen) ist noch vollständig erhalten.

 

Vulva


Die äusseren weiblichen Geschlechtsteile.

 

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Zervix


Siehe Cervix

 

Zyklus


Der Monatszyklus wird von den Hormonen Östrogen und Gestagen gesteuert und duert von einer Regelblutung (Menstruation) bis zur nächsten durchschnittlich 28 Tage. In jedem Zyklus bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf eine Schwangerschaft vor. Bleibt eine Befruchtung aus, wird die Schleimhaut wieder abgebaut und die Reste werden mit der Regelblutung ausgestossen. Dann beginnt der Zyklus wieder von vorn.

 

Zyste


Kapselartige Geschwulst mit flüssigem Inhalt.

 

Zystokopie


Untersuchung der Harnblase mit einem rohrähnlichen optischen Instrument.

 

Zytologie


up

 

Praxis für Gynäkologie (Frauenarzt)

sowie Akupunktur und Chinesische Medizin (TCM)

Dr. med. Andreas Guggisberg

Thunstrasse 99

3006 Bern